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Vorsorgewohnungen – berühmt, beliebt, berüchtigt

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Vorsorgewohnungen – berühmt, beliebt, berüchtigt

Wer Geld anlegen möchte, entscheidet sich hierzulande gern für die sogenannte „Vorsorgewohnung“. Das Prinzip dahinter ist recht einfach und schnell erklärt: Man kauft eine Wohnung, vermietet diese und die Mieteinnahmen bedienen den laufenden Kredit, der für die Wohnung aufgenommen wurde. Nach Laufzeitende kann man die Immobilie selbst beziehen, oder aber – für das zusätzliche Taschengeld – weiter vermieten. Doch es gibt einen Haken.

 

Der Run auf Vorsorgewohnungen scheint seit 2009 ungebrochen. Die Wirtschafts- und Finanzkrise führten mitunter dazu, dass die Investition in Immobilien neu entdeckt wurde. In Innsbruck wurde beispielsweise erst vor kurzem ein Objekt mit mehreren zwei- bis drei-Zimmerwohnungen errichtet – geeignet für Studenten und besonders für Vorsorgewohnungs-Investoren.

 

Unterschied zwischen Vorsorge- und Anlagewohnung

Der Unterschied zwischen den Begriffen „Vorsorge-“ und „Anlage“-Wohnung ist verschwindend gering, dennoch erwähnenswert: Die Vorsorgewohnung meint in den meisten Fällen eine Immobilie im Neubaubereich mit dem Zweck sein Geld zu vermehren. Die Anlagewohnung hingegen ist meist eine Altbauwohnung, inklusive Mieter, der übernommen wird und ihr zu eigen ist, dass das Kapital darin sicher angelegt sein soll. Bei der Anlagewohnung fällt die Absicht des Eigengebrauchs in den meisten Fällen weg.

 

Die Vorsteuer-Vorsorge-Finte

Ist man auf der Suche nach einer Vorsorge- bzw. Anlagewohnung, so kommen einige Faktoren ins Spiel, die auf den ersten Blick nicht gleich ersichtlich sind. „Bei Vorsorgewohnungen sollte man sich zu allererst die Frage stellen, welcher Anlagetyp man selber ist“, weiß Reinhard Rosenstatter, geprüfter Finanzdienstleister und schlau-finanziert-Geschäftsführer. „Es stellt sich also die Frage, ob man sein Geld sichern, oder aber ein Zusatzeinkommen schaffen will“, so Rosenstatter weiter. Warum diese Frage so wichtig ist, begründet sich darin, dass eine Vermietung zu steuerlichen Begünstigungen führen kann. „Entscheidet man sich für die Vermietung der Vorsorgewohnung, so kann zum Beispiel die Vorsteuer geltend gemacht werden. Der Haken an der Sache ist allerdings der, dass die Wohnung über die gesamte Kreditlaufzeit vermietet werden muss und dass die Steuerbegünstigung durch die Mieteinnahmen als Umsatzsteuer wieder an den Staat zurück geht“, erklärt Rosenstatter. Wer sich daher nicht sicher ist, ob er/sie die Wohnung für die kommenden 20 Jahre vermieten kann oder will, sollte auf die Zuckerl vom Staat sicherheitshalber verzichten, da es sonst zu einer bösen Steuernachzahlung kommen kann. Gründe könnten beispielsweise die Notwendigkeit des Eigengebrauchs oder Verkaufs sein, oder aber dass der Mieter nicht in der Lage ist, seinen Mietzins zu zahlen um damit die Kreditraten zu tilgen. Erwirbt man eine Vorsorgewohnung mittels Fremdkapital sollte man demnach bedenken, dass dieses Vorhaben auch stark vom Mieter abhängig ist und dieser deshalb sorgsam gewählt werden muss.

 

Auf die Größe kommt es an

Bei der Wahl der Vorsorge-Immobilie kommt es aber auch stark auf die Größe der Wohnung an. Waren Altbau-Garconnieren vor 20 Jahren noch Ladenhüter sind sie heute der Renner. Der Grund: Während die Reallöhne stagnierten, ist der Quadratmeter-Preis rasant gestiegen. Das Resultat: Für’s gleiche Geld bekommt man heute weniger. „Bei einer Vorsorgewohnung kommt es immer auf den Markt an. Aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklungen empfiehlt es sich daher darauf zu achten, dass der Markt sich vergrößert, je kleiner die Wohnung ist. Der Interessentenkreis für große Wohnungen wird stetig kleiner, weil diese entweder selbst auf eine Immobilie ansparen, oder aber weil sie sich die Miete in dieser Preisklasse schlichtweg nicht mehr leisten können“, weiß Rosenstatter.

 

20. Juni 2017|