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Fremdwährungs-Kredite heikle Angelegenheit sorgenfrei sorgen los
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Fremdwährungs-Kredite – eine heikle Angelegenheit

9. September 2019
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Fremdwährungs-Kredite waren vor einiger Zeit noch stark in Mode. Heute sind sie aber eher verpönt. Und das aus gutem Grund. Wer noch einen Fremdwährungs-Kredit laufen hat, ist gut damit beraten sich über alternative Möglichkeiten zu informieren. Eine Umschuldung auf einen Euro-Kredit kann einen weiteren Kursverlust verhindern. 


Wer beispielsweise 2007 einen Schweizer Franken Kredit aufgenommen hat, verzeichnet aktuell einen Kursverlust von etwa 30 %… Also keine Kleinigkeit! Es gilt also schnell zu handeln und das Währungsrisiko einzudämmen um weitere Verluste möglichst rasch abzufedern. In jedem Fall besteht Handlungsbedarf. Gerne unterstützen wir Sie bei der Umsetzung und verraten vorab die wichtigsten Hardfacts zum Thema Fremdwährungs-Kredite.

Was sind Fremdwährungs-Kredite?

Fremdwährungs-Kredite sind Finanzierungen, die in einer ausländischen Währung aufgenommen werden. Etwa in den genannten Schweizer Franken oder in Japanischen Yen. Die Idee dahinter ist, dass die Zinsen für den Kredit somit nicht in Euro, sondern in der fremden Währung, die damals um etwa 1,500 % günstiger war, bezahlt werden. Handelt es sich um einen endfälligen Fremdwährungs-Kredit, so muss das Gesamtkapital zum Laufzeitende auch in dieser fremden Währung über den vereinbarten Tilgungsträger zurückgezahlt werden. Diese Variante war auch die am häufigsten gewählte Form. Die Währung muss dafür natürlich erst zum aktuellen Wechselkurs erworben werden. Und genau darin liegt das große Risiko. Keiner kann heute sagen, wie der Wechselkurs der gewählten Währung zum Laufzeitende ausfallen wird. Insofern kann es auch passieren, dass der Kredit am Ende erheblich teurer ist, weil sich der Wechselkurs zum Nachteil des Kreditnehmers entwickelt hat.

Fremdwährungs-Kredite sind also eine überaus spekulative Finanzierungsform und für private Haushalte alles andere als empfehlenswert. Im übrigen werden sie aufgrund des hohen Risikos für den Kreditnehmer auch gar nicht mehr angeboten.

Tilgungsträger?

Fremdwährungs-Kredite (FW-Kredite) sind meist, wie bereits erwähnt, ENDFÄLLIGE KREDITE. Das bedeutet, dass während der Laufzeit lediglich die Zinsen bezahlt werden. Der Tilgungsbetrag wird hingegen erst am Ende der Laufzeit mit einer Gesamtzahlung fällig. Diesen Betrag hat man möglicherweise nicht ohne weiteres am Konto liegen. Und damit kommen die Tilgungsträger ins Spiel.

Ein Tilgungsträger ist nichts anderes als ein Ansparprodukt, welches dafür ausgelegt ist, den Kredit am Laufzeitende abzudecken. Beispielsweise (fondsgebundene) Lebensversicherungen oder Wertpapiere. Abgeschlossen wurden diese Tilgungsträger damals entweder durch eine Einmalzahlung oder durch eine laufende Zahlung.

Naheliegend, dass diese Tilgungsträger wiederum selbst mit mehr oder weniger Risiko behaftet sind. Je höher also das Risiko der Wertpapierkategorie (z. B. Aktien), desto höher ist natürlich auch das Schwankungsrisiko (Tilgungsrisiko). Infolgedessen steigt damit auch das Verlustrisiko.

Fremdwährungs-Kredite heute?

Wer sich trotz des enormen Risikos auch heute noch für Fremdwährungs-Kredite interessiert, hat gewissermaßen Pech gehabt. Denn seit Oktober 2008 kann in Österreich nämlich nur noch ein Euro-Kredit beantragt werden. Die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) hat den Banken damals die Empfehlung ausgesprochen, keine Fremdwährungs-Kredite mehr zu vergeben. Auch die Vergabe von endfälligen Krediten wurde zu diesem Zeitpunkt stark eingeschränkt.

Wer noch einen Fremdwährungs-Kredit laufen hat…

… sollte diesen schnellstmöglich in Euro umwandeln oder zumindest darüber nachdenken, von einer endfälligen Tilgung auf eine laufende Tilgung umzusteigen. Unter Umständen kann das Risiko durch zeitnahes Handeln noch eingedämmt und damit Kosten gespart werden. Man sollte unbedingt bedenken, dass Fixzins-Kredite in Österreich derzeit so günstig sind wie noch nie. Eine UMSCHULDUNG von einem Fremdwährungs-Kredit in einen Euro-Kredit ist daher absolut zu raten. Gerne unterstützen wir Sie bei der Berechnung und Umsetzung. Nehmen Sie einfach KONTAKT mit uns auf!

Konvertierung eines Fremdwährungs-Kredits

Entscheiden Sie sich für die Umwandlung des FW-Kredits, ist es hilfreich im Vorfeld einige Aspekte zu bedenken:

  • Ermitteln Sie mit unseren EXPERTEN die Kosten der Konvertierung.
  • Nehmen Sie nicht das erstbeste Angebot der Hausbank an. Nützen Sie uns als unabhängigen Kreditmakler und lassen Sie sich alternative Angebote von uns legen.
  • Eruieren Sie die Kündigungsfristen für den Kredit, als auch für die Tilgungsträger.
    • Lesen Sie im bestehenden FW-Vertrag nach, ob die Tilgungsträger aufgelöst werden oder ob diese in die neue Finanzierung in Euro übertragen werden müssen.
  • Fragen Sie unsere Experten, wann der für Sie günstigste Zeitpunkt für die Konvertierung ist. Dieser ist natürlich vom Wechselkurs stark abhängig.
  • Lassen Sie von unseren Experten ausarbeiten, ob eine Umstellung der Tilgung, eine Konvertierung in Euro und/oder der Rückkauf des Tilgungsträger die für Sie beste Option ist.

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