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Ein Hoch auf die gesunde Skepsis

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Ein Hoch auf die gesunde Skepsis

Dass die Hausbank in Finanzierungsangelegenheiten oft nicht der beste Ansprechpartner ist, haben wir bereits erlebt. Doch das Bild, das der Test der Fachzeitschrift „Finanztest“ nun zeichnet, wirft einen noch dunkleren Schatten auf die Damen und Herren der Bankbranche.

Die eigene finanzielle Situation jemand Fremden offen zu legen – dazu gehört schon ein Stückerl Mut und Vertrauensvorschuss. Doch Achtung! Wer nicht bereit ist, sich gleich mehreren Bankberatern oder Finanzvermittlern zu „öffnen“ kann dafür teuer bezahlen. Wie sehr sich ein Vergleich lohnt, zeigt das aktuelle Ergebnis der Fachzeitschrift „Finanztest“. 143 Finanzierungstestgespräche mit 21 Banken und Vermittlern wurden geführt, das Ergebnis: Überteuerte Kreditangebote, Lücken im Tilgungsplan von mehreren tausend Euro, zu hohe Darlehenssummen, zu hohe Kreditraten und fehlende Informationen über Restschuld oder Sondertilgungen.

Das Test-Szenario war klassisch gewählt und sollte für den geschulten Berater an sich kein Problem darstellen: Ein Ehepaar will (je nach Marktlage) eine Eigentumswohnung für 250.000 – 425.000 Euro kaufen. Exklusive Kaufnebenkosten beläuft sich deren Eigenkapital auf 25 Prozent des Kaufpreises und das Einkommen ermöglicht eine Ratentilgung von mindestens drei Prozent.

Die häufigsten Fehler der Banken und Kreditvermittler

Ermittlungs-Probleme

Wer als Berater „vergisst“ die laufenden Nebenkosten in der Kreditkalkulation zu berücksichtigen, oder aber eine zu niedrige Pauschale für die Lebenserhaltungskosten ansetzt, der darf sich nicht wundern, dass die monatliche Kreditrate höher ausfällt, als der Kreditnehmer zahlen kann. Die traurige Wahrheit: In jedem vierten Testfall überstieg die monatliche Rate mehr als hundert Euro – Fazit: Der Käufer hätte sich im Echtfall das Darlehen nicht leisten können.

Rechen-Probleme

Es ist schwer zu glauben, aber leider wahr: Es gibt Berater die einen Finanzierungsplan gestalten, der nicht für den Kauf ausreicht! Jeder fünfte Testfall ergab eine Lücke von über 10.000 Euro! Doch es geht noch weiter, nämlich in die andere Richtung: eine Bank empfahl sogar ein Darlehen, dass den Bedarf um stolze 33.000 Euro überstieg – die monatliche Rate von 270,- Euro wäre für den Kunden unbezahlbar gewesen.

Was im Test auch höchst auffällig war: Zinsunterschiede von rund 0,5 Prozent – im Fallbeispiel hätte ein Kredit also rund 20.000 Euro mehr gekostet als ein anderer.

Bitte, bitte

So betrübt uns ein Ergebnis wie dieses auch macht, so sehr wollen wir Ihnen folgendes ans Herz legen:

  1. Bereiten Sie sich gut auf den Beratungs-Termin vor
  2. Berechnen Sie schon im Vorfeld Ihre Kapazitäten – unsere Rechner helfen Ihnen dabei
  3. Rechnen Sie mit und hinterfragen Sie hemmungslos mögliche Angebotsvorschläge – Scham und Schüchternheit sind hier fehl am Platz!
  4. Vergleichen Sie mehrere Angebote mit einander und geben Sie sich nicht mit dem erstbesten zufrieden
  5. Wenn Ihnen das Thema über den Kopf wächst: Holen Sie sich bei einem Finanzvermittler Unterstützung – dieser arbeitet einzig und allein für Sie
  6. Bewahren Sie sich unbedingt Ihre gesunde Skepsis – der Test beweist, dass Ihnen diese jede Menge Geld sparen kann!
23. Mai 2017|