schlau-finanziert
Lade Inhalte...
Schutz Sicherheit Zinsen Vorsorge Kredit
1 Bewertungen

Zins-Caps oder auch Zins-Floors sind sogenannte „Zinsderivate“ und dienen in erster Linie zur Absicherung des Wohnkredits. Sie können aber auch ohne Zusammenhang zu einem Kredit erworben werden, denn wer einen Zins-Cap oder -Floor kauft, wettet im Grunde genommen lediglich auf steigende oder fallende Zinsen. Wenn Sie mit Ihrer Wette infolge richtig liegen, bekommen Sie im Gegenzug eine Auszahlung. Welchen praktischen Nutzen ein Zins-Cap im Zusammenhang mit dem Wohnkredit erfüllt, ist schnell erklärt:


Was tut ein Zins-Cap?

Der Nutzen des Zins-Cap lässt sich am besten, einfachsten und schnellsten durch ein Beispiel erklären. Hier ist es:

Angenommen Sie nehmen einen Kredit über € 250.000,- bei einem variablen Zinssatz von, sagen wir einmal, 1,35 %, auf. Gleichzeitig und prinzipiell sind Sie aber nicht bereit, mehr als 2,00 % Zinsen zu zahlen, sollten diese während der Kreditlaufzeit ansteigen. Diesem Anspruch kann grundsätzlich stattgegeben werden, denn ein Zins-Cap tut genau das. Sie kaufen somit einen Zins-Cap mit Höchstzinssatz von 2,00 %.

Nehmen wir weiter an, dass die Zinsen in den folgenden 7 Jahren unter 2,00 % bleiben, und Ihre persönliche Höchstzinssatz-Grenze somit noch nicht erreicht ist. In diesem Fall passiert nichts. Sie zahlen die Zinsen ganz normal, wie vereinbart.

Nehmen wir noch weiter an, dass die Zinsen im 8. Jahr dann plötzlich die magische Marke der 2,00 % überschreiten und 3,00 % betragen. Somit sind die Zinsen bis zum vereinbarten Abrechnungszeitraum eines Jahres über den Grenzwert gestiegen. Nun steigt ihr Zins-Cap ein und Sie erhalten die Differenz gutgeschrieben.

An sich eine tolle Sache… Aber sie hat natürlich einen Haken,…

Gut, aber nicht günstig,…

Wie man sich an dieser Stelle vielleicht schon denken kann, kosten solche Absicherungen, wie ein Zins-Cap, natürlich auch Geld. Und das gar nicht zu wenig! Als Faustregel kann man sich merken: Je länger der Kredit dauert und je niedriger die Höchstgrenze ist, desto teurer ist der Zins-Cap. Ein kleines Beispiel der heimischen Banken und was wir meinen, wenn wir sagen „nicht günstig“:

Beispiel 1: Zins-Cap-Grenze: 2 %, Laufzeit: 5 Jahre = Einmalig 5,5 % der Kreditsumme oder 1,14 % der Kreditsumme pro Quartal

oder

Beispiel 2: Zins-Cap-Grenze: 5 %, Laufzeit: 10 Jahre = Einmalig 4,5 % der Kreditsumme oder 0,51 % der Kreditsumme pro Quartal

Verfolgen wir unser Beispiel weiter: Wir haben eine Kreditsumme von € 250.000,- und möchten einen Zins-Cap bei 2 %. Zahlen wir den Zins-Cap einmalig, beläuft er sich auf stolze € 13.750,-. € 11.400,- macht dann die quartalsweise Zahlung pro Jahr aus. (Anmerkung: Die Kosten für Zins-Caps ändern sich ständig. Unser Beispiel ist also nur eine Momentaufnahme und für eine ungefähre Orientierung gedacht!)

Fazit

Damit sich so ein Cap also tatsächlich rechnet, müssen die Zinsen vom jetzigen Niveau aus betrachtet, schon gewaltig nach oben rauschen. Der Vorteil ist klar, die Absicherung. Aber, wenn die Zinsen weiter niedrig bleiben, bzw. unter der vereinbarten Grenze, steht die Höhe der Prämienzahlung unter Umständen nicht in Relation zum Risiko. Wer sich für ein Zins-Cap interessiert, ist herzlich eingeladen mit unseren Experten darüber zu sprechen! Einfach TERMIN vereinbaren – kostenlos & unverbindlich!


load