Wohnbauförderung Wien
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Die Wohnbauförderung in Wien ist eigentlich nicht weniger kompliziert als die in Oberösterreich, Tirol oder Kärnten. Da die Thematik für angehende Eigentümer aber durchaus interessant sein kann, versuchen wir in diesem Beitrag, etwas Klarheit zu stiften. Wenn du dich individuell über deine Möglichkeiten einer Wohnbauförderung in Wien informieren möchtest, stehen wir in unserer Filiale in der Schönbrunner Straße 80 (5. Bezirk) gerne zu deiner Verfügung!


Die Wohnbauförderung in Wien

Bei der Wohnbauförderung in Wien ist die MA 50 erster und zudem auch der sinnvollste Ansprechpartner. Interessenten erhalten vor Ort einerseits eine umfangreiche Beratung und andererseits alle Infos zu ihren persönlichen Möglichkeiten. Und diese sind in Wien schließlich vielfältig! Immerhin gibt es in Wien auch eine Objekt- und Subjektförderung bei Neubau, Verbesserung und Sanierung von Wohneinheiten. Die Wohnbau-Förderung in Wien kann weiter einerseits für die Errichtung von Wohnraum, die Sanierung von bestehenden Altbauten oder als direkte finanzielle Unterstützung von Menschen mit geringem Einkommen in Anspruch genommen werden. Gefördert wird übrigens vornehmlich nach der Höhe des Einkommens und nicht prozentuell nach den Gesamtkosten.

Um eine Wohnbauförderung in Wien aber überhaupt in Anspruch zu nehmen, gelten neben den österreichweiten Bestimmungen unter anderem auch folgende Einkommens-Höchstgrenzen:

Geförderte Eigentumswohnungen

Im Haushalt lebende Personen Netto-Jahreseinkommen in € Netto-Monatseinkommen (14 x) in €
1 54.560,00 3.897,14
2 81.300,00 5.807,14
3 92.000,00 6.571,43
4 102.690,00 7.335,00
jede weitere Person 5.980,00 427,14

Das Eigenmittel-Ersatzdarlehen (Landesdarlehen)

Um den Wohnraum in Wien auch zu finanzieren, bietet das Land das sogenannte Eigenmittel-Ersatzdarlehen. Mitunter wird dieses auch als das Ein-Prozent-Landesdarlehen bezeichnet. Die Höhe eben dieses Darlehens hängt einerseits vom Einkommen, sowie von der familiären Situation, andererseits aber auch von den zukünftigen Bewohnern ab. Das Darlehen selbst besteht wiederum aus der Baukostenförderung und aus der Grundkostenförderung.

Jungfamilien oder begünstigte Familien können die Baukostenförderung nur dann in Anspruch nehmen, wenn sie auch die Grundkostenförderung erhalten!

Vergeben wird die Baukostenförderung übrigens für Miet-, Genossenschafts-, Eigentums- und Gemeindewohnungen, wobei die Benützungsbewilligung der Wohnung nicht älter als 20 Jahre sein darf. Zusätzliche Informationen zum Landesdarlehen findest du übrigens auch HIER.

Einkommens-Grenzen beim Eigenmittel-Ersatzdarlehen (EMD)

Auch beim Eigenmittel-Ersatzdarlehen, also dem Landesdarlehen der Wohnbau-Förderung in Wien, kommen wieder Einkommensgrenzen ins Spiel. Diese orientieren sich einerseits an der Personenzahl im Haushalt, andererseits daran, ob es sich um eine Jung- oder begünstigte Familie handelt. (Wer eine Jungfamilie und wer eine begünstigte Familie ist, finden Sie übrigens etwas weiter unten!) Die aktuellen Einkommensgrenzen gibt’s hingegen unter folgendem Link: Landesdarlehen – Höchsteinkommen

Entsprechend dem WWFSG 1989 wird in Wien kein prozentueller Anteil von den Gesamtbaukosten ausbezahlt, sondern ein Fixbetrag. Dieser richtet sich nach dem Einkommen. Die Höhe des Eigenmittel-Ersatzdarlehens (kurz: EMD) wird wie folgt gestaffelt:

EMD in % Laufzeit in Jahren Förderhöhe in € pro m²
12,5 20 150,00
7,5 15 90,00
5 10 60,00
2,5 5 30,00

Es gibt dabei aber nicht nur diese Höchstgrenzen, sondern ebenfalls auch eine Mindesteinkommens-Grenze. Mindesteinkommen bedeutet, dass dieses über einen ununterbrochenen Zeitraum von einem Jahr nachgewiesen werden muss und maximal zehn Jahre zurückliegen kann. Die monatlichen Mindesteingrenzen liegen für eine erwachsene Person beispielsweise bei € 949,46, für zwei Erwachsene bei € 1.425,53, je Kind bei € 146,50 und für jeden weiteren Erwachsenen bei € 467,07 monatlich. Fällt man unter diese Mindestgrenze, wird einem Antrag auf Wohnbau-Förderung in Wien auch nicht stattgegeben!

Grenzen der Wohnnutz-Flächen

Neben den Einkommensgrenzen kommt es bei dem Eigenmittel-Ersatzdarlehen auch auf das angemessene Verhältnis der Wohnnutzfläche im Bezug auf die im Haushalt lebenden Personen an. Anders formuliert bedeutet das, dass es eine bestimmte Quadratmeter-Grenze pro Person und Personen für eine Wohneinheit gibt. Demnach gilt:

  • 1 Person: maximal 50 m²
  • 2 Personen: maximal 70 m²
  • jede weitere Person plus 15 m²
  • bei Jungfamilien plus 15 m²

Voraussetzungen für das EMD

Das war aber noch nicht alles. Um das Eigenmittel-Ersatzdarlehen auch in Anspruch nehmen zu können, müssen noch weitere Voraussetzungen erfüllt werden.

  • Wohnung muss mit Fördermitteln gemäß WBF 1984 (WWFSG 1989) errichtet worden sein.
  • Benützungsbewilligung darf nicht älter als 20 Jahre sein.
  • Wohnnutzfläche darf nicht größer als 150 m² sein.
  • Nachweis durch einen Miet-, Kauf- bzw. Anwartschaftsvertrag muss vorliegen.
  • Unterfertigtes Bauträgerformulars muss vorliegen.
  • Volljährigkeit des Antragsstellers muss gegeben sein.
  • Österreichische oder EU-Staatsbürgerschaft (oder gültige Aufenthaltsbewilligung) muss gegeben sein.
  • Einhaltung der Einkommensgrenzen und Familienverhältnisse, bzw. auch die Grenzen der Wohnnutzfläche.

Grundkostenförderung für Jungfamilien und begünstigte Familien

Die Grundkostenförderung ist im Grunde genommen für Jungfamilien oder begünstigte Haushaltsgemeinschaften ausgelegt. Die Einkommensgrenze orientiert sich dabei ebenso an der Grenze des EMD (s. o.). Die Grundkostenförderung ist weiter ein zusätzliches Darlehen zur Finanzierung der Eigenmittel und kann dann in Anspruch genommen werden, wenn das Baukostendarlehen in Höhe von 12,5 % der geförderten Gesamtbaukosten gewährt wurde. Die maximale Förderhöhe beträgt dann € 200,-pro m² und wird auf zehn Jahre gestundet. Wie eingangs schon erwähnt, kann die Grundkostenförderung nur im Zusammenhang mit dem Baukostendarlehen von 12,5 % in Anspruch genommen werden.

Was aber bedeutet „Jungfamilie“ oder „begünstigte Familie“ nun genau? Auch dafür gibt es bei der Wohnbau-Förderung in Wien klare Kriterien.

  • Jungfamilie: Eine Jungfamilie ist eine Haushaltsgemeinschaft, in der niemand das 40. Lebensjahr erreicht hat.
  • Begünstigte Familie: Eine begünstigte Familie ist eine Haushaltsgemeinschaft, mit mindestens drei Kindern oder aber einem behinderten Mitglied mit einem Behinderungsgrad von mehr als 45 %.

Das JungwienerInnen-Darlehen

Eine andere Form der Wohnbau-Förderung in Wien ist das ebenso seit 2016 eingeführte JungwienerInnen-Darlehen. Dieses bezieht sich auf Einzelpersonen bis zu einem Alter von 30 Jahren. Diese können das sogenannte „Grundkostendarlehen“ beantragen, sofern sie alle dafür notwendigen Kriterien dafür erfüllen. Voraussetzung ist aber auch hier ein Baukostendarlehen in der Höhe von 12,5 % der geförderten Gesamtbaukosten. Der maximale Förderbetrag dabei beträgt ebenfalls € 200,- pro m² und wird ebenso auf zehn Jahre gestundet ausgestellt.

Verbesserung und Sanierung

Wie auch in den anderen Bundesländern, fördert die Wohnbauförderung in Wien auch schließlich die Verbesserung und Sanierung von Wohneinheiten. Darunter fällt einerseits der Umbau in behinderten- und bzw. oder altersgerechtes Wohnen, andererseits Sanierungsmaßnahmen, wie beispielsweise Heizungsanlagen, Sanitärinstallationen oder der Austausch von Gasdurchlauferhitzern. Aber auch die Montage eines Sonnenschutzes, einbruchshemmende Wohnungseingangstüren, Schall- und Wärmeschutzfenster und weitere Installationen und Nebenarbeiten kann man sich in Wien fördern lassen. – Sofern man alle notwendigen Kriterien erfüllt.

In Summe bietet Wien schließlich zahlreiche Objekt- und Subjektförderungen an, welche wir im Detail hier unmöglich auflisten können. Aufgrund der vielfältigen Fördermöglichkeiten können unsere Mitarbeiter am Standort zwar sinnvolle Anregungen geben, ungeachtet dessen, empfehlen wir aber, die MA 50 direkt aufzusuchen und sich über die individuellen Wohnbau-Förderungen in Wien zu informieren. Die Erfahrung hat uns gezeigt, dass sich eine solche Beratung auf jeden Fall lohnt, denn je nachdem, wie die Einkommens- und Wohnsituation gelagert ist, lässt sich durch eine Wohnbau-Förderung mitunter einiges sparen. Wenn es auch einen gewissen administrativen Aufwand bedeutet. Nichtsdestotrotz unterstützen wir unsere Kunden genauso in Förderbelangen, so weit und gut es uns möglich ist!

Stand: 21.04.2021 – Alle Angaben ohne Gewähr! Die allgemeinen Förderbedingungen für Österreich findest du HIER!


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Wohnbauförderung in Wien: Raimund Bachhofer

Raimund Bachhofer

Prokurist, gew. Vermögensberater, Regionalleiter Wien, Bgld.

Ich wurde geboren...
am 11.09.1972, eigentlich um zwei Monate zu früh.
In meinem Leben finanzierte ich bisher...
allerhand. Nach 25 Jahren waren kommt einiges zusammen.
schlau-finanziert ist...
Unabhängigkeit von der der Kunde am meisten profitiert.
Besonders toll finde ich...
unseren zahlreichen Möglichkeiten das beste Angebot zu finden.
Bei der Arbeit rede ich am liebsten...
über Umschuldungen und wie viel sich dabei einsparen lässt.
Empfehlen kann ich vor allem...
schlau-finanziert. Punkt!
Bei schlau-finanziert bin ich...
Regionalleiter für Wien und Burgenland.
Zum ganzen Interview

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