Voll Finanzierung
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Vollfinanzierung – Über die Vor- und Nachteile

31. August 2020
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Wenn das Gesparte besser unangetastet bleiben soll oder der notwendige Eigenkapital-Anteil in die Finanzierung nicht eingebracht werden kann, spricht man von einer sogenannten Vollfinanzierung. Vor allem für Berufsanfänger oder junge Familien ist der Traum vom Eigenheim nur so denkbar. Wir haben die Hardfacts zum Thema!


Definition Vollfinanzierung

Eine Vollfinanzierung ist, wenn beim Kredit gar keine Eigenmittel bzw. EIGENKAPITAL vom Kreditnehmer mit eingebracht werden. Die Bank finanziert also die gesamte Summe. Es gibt dabei zwei Varianten:

1. 100-Prozent-Finanzierung

Bei der 100-Prozent-Finanzierung wird der gesamte Kaufpreis der Liegenschaft durch ein Darlehen finanziert. Allerdings nicht die KAUF-NEBENKOSTEN wie etwa GRUNDBUCH– und Notargebühren, GRUNDERWERB-STEUER, oder MAKLER-PROVISION und dergleichen. Die Kauf-Nebenkosen kann der Kreditnehmer selbst entrichten.

2. 110-Prozent-Finanzierung

Bei dieser Variante wird die gesamte Summe zuzüglich aller NEBENKOSTEN über den Kredit getilgt. Der Kreditnehmer finanziert auch nicht die Kaufneben-Kosten durch seine Eigenmittel. Er bringt keine Eigenmittel in den Kredit ein. 110 %-Finanzierungen führen österreichische Bankinstitute nur mehr sehr selten durch. Wenn doch, dann mit erheblichen Nachteilen…

Vor- und Nachteile einer Vollfinanzierung

Die Vorteile liegen auf der Hand. Aber auch nur auf einer. Tatsächlich gibt es nur einen Vorteil: Durch die Vollfinanzierung können sich auch Personen ohne die notwendigen finanziellen Reserven, den Wunsch vom Eigenheim verwirklichen.

Nachteile

Auf der Seite der Nachteile gestaltet sich die Verteilung schon etwas anders: Denn eine Vollfinanzierung ist in erster Linie deutlich teurer, als eine Finanzierung in die Eigenkapital mit eingebracht wird. Der Grund dafür ist, dass die Bank ein wesentlich höheres Risiko eingeht und das lässt sie sich natürlich mit entsprechend höheren Zinsen bezahlen.

Faustregel!
Je weniger Eigenmittel, je höher die Kreditsumme, desto höher der Zinssatz, desto höher die monatliche KREDITRATE!

Der Kredit wird aber nicht nur teurer, sondern meist auch länger. Die Praxis zeigt, dass durch mangelnde Eigenmittel der Kreditbetrag so hoch ausfällt, dass die monatliche Kreditrate nur mehr auf Basis der maximal möglichen Laufzeit zu bedienen ist. Daher sei Vollfinanzierern gesagt, von Anfang an, an eine möglichst lange Laufzeit zu denken!

Voraussetzungen für eine Vollfinanzierung

Dass Vollfinanzierungen nicht einfach so zu haben sind und ihre Vergabe von einigen Faktoren abhängig ist, darf einen nicht wundern.

Bei einer Vollfinanzierung muss die Bank aufgrund des großen Risikos sicher sein, dass der Kreditnehmer in der Lage ist, seinen Zahlungsverpflichtungen auch langfristig nachzukommen. Oder aber die Bank rechnet mit einer deutlichen Wertsteigerung der zu finanzierenden Liegenschaft. Oder aber aufgrund der Lage der Liegenschaft, beispielsweise dann, wenn kein Zweifel besteht, dass diese jederzeit zum noch offenen Kreditbetrag wieder veräußert werden kann.

Verfügt man also über keine Eigenmittel und strebt man eine Vollfinanzierung an, muss dieses „Defizit“ auch über die eigene, ausgesprochen gute BONITÄT wieder wett gemacht werden. Zum Beispiel über ein hohes und gesichertes Einkommen. In jedem Fall ist jede Menge Überzeugungsarbeit bei der Bank notwendig!

Aus diesem Grund lohnt es sich, nicht unvorbereitet und im Alleingang eine Vollfinanzierung anzustreben. Lass' dich von unseren EXPERTEN bei diesem Vorhaben unterstützen. Du steigerst damit zudem deine Chance auf Bewilligung!

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