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Positiv Negativzinsen Wohnen Chance
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Negativzinsen sind für den Wohnkredit eine wirklich, wirklich gute Sache. Denn normalerweise, also bei positiven Zinsen, bekommt der Kreditgeber vom Kreditnehmer Zinszahlungen. Bei Negativzinsen verhält sich die Sachlage jedoch etwas anders und der Kreditgeber muss dem Kreditnehmer teilweise Zinsen zahlen.


Allgemeines über Negativzinsen

Der EINLAGEZINS der Europäischen Zentralbank (EZB) schlummert seit 2014 im negativen oder minimal positiven Bereich, wodurch Banken für ihr Geld, das sie bei der EZB angelegt haben, verhältnismäßig wenig Geld zahlen. Das wirkt sich natürlich auch auf den EURIBOR aus, der für die variable Verzinsung nach wie vor als Referenz-Zinssatz herangezogen wird.

Auswirkungen hat der Negativzins aber auch auf Fixzinskredite die in Österreich nun noch günstiger geworden sind. Kreditnehmer mit einer VARIABLEN VERZINSUNG sollten ihren bestehenden Kredit also durchrechnen lassen und schauen, ob eine sichere und FIXE VERZINSUNG unter den aktuellen Umständen nicht die bessere Wahl wäre – Stichwort: UMSCHULDUNG!

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Unser Umschuldungs-Rechner dient ausschließlich als Orientierungshilfe und dazu, dass Sie sich ein Bild über Ihre finanziellen Einsparungsmöglichkeiten im Falle einer Umschuldung machen können. Es handelt sich dabei lediglich um einen Referenzwert und um kein verbindliches Angebot gemäß §12 Hypothekar- und Immobilienkreditgesetz (HIKrG). Bei der Berechnung wurden keine Spesen berücksichtigt und jede Haftung für eine mögliche Fehlfunktionen wird ausgeschlossen. Wir weisen darauf hin, dass die angezeigten Kreditkonditionen bonitätsunabhängig und änderbar sind. Die endgültigen Konditionen und die resultierende Ratenhöhe können erst nach erfolgter Kreditwürdigkeits- und Bonitätsprüfung durch das kreditgewährende Geldinstitut festgelegt werden. Hinweis: Ein Kredit kann durch ein Kreditinstitut nicht gewährt werden, wenn der Kreditgeber nicht imstande ist eine Kreditwürdigkeitsprüfung vorzunehmen, weil sich der Verbraucher weigert, die für die Prüfung seiner Kreditwürdigkeit erforderlichen Informationen oder Nachweis zu legen.

OGH-Urteil gibt Verbrauchern Recht

Die Tatsache, dass der LEITZINS seit geraumer Zeit negativ ist, hat die rechtliche Frage in den Raum geworfen, in wie weit sich dies auf Wohnkredite auswirken kann und darf. Kurzum: Müssen die Banken Negativzinsen an Kreditkunden denn weitergeben? Der OGH hat sich 2017 für ein „ja“ entschieden. Konkret bedeutet das: Bei einem variabel verzinsten Kredit verringert der Negativzinssatz den zu zahlenden Kreditzins bis auf minimal 0,00 %.

Beispiel: Liegt der Soll-Zinssatz bei 0,00 %, darf die Bank maximal 0,00 % + Aufschlag verrechnen. Anders formuliert: Im Extremfall (liegt der Soll-Zinssatz beispielsweise bei -1,25 % + Aufschlag 1,125 % = 0,00 %) darf die Bank nicht einmal mehr den Aufschlag berechnen.

Unter dem Strich bedeutet das für Verbraucher und Kreditnehmer bzw. die es werden wollen: Der Wohnkredit war noch nie günstiger!

Weitergabe von Negativzinsen im Detail

Der variabel verzinste Kredit setzt sich immer aus dem Referenz-Zinssatz (Euribor oder Libor) und dem Aufschlag der Bank zusammen. Die Frage, die sich aber nun stellt ist, was passiert mit dem Aufschlag, wenn der Referenz-Zinssatz im Minus ist?

– Die meisten Banken haben als Lösung dieses Problems den Referenz-Zinssatz einfach mit Null bewertet, was eben dazu führte, dass Kreditnehmer lediglich den Aufschlag zahlten. 2017 entschied dann der Oberste Gerichtshof (OGH), dass ein negativer Referenzzinssatz sehr wohl weitergegeben werden muss und dieser den Aufschlag naturgemäß verkleinert. Dadurch konnten Banken ihren Aufschlag nicht länger als Untergrenze heranziehen.

Der OGH sah in dem Urteil aber auch gleichsam vor, dass der Sollzinssatz (= Referenz-Zinssatz + Aufschlag) insgesamt nicht weniger sein darf wie Null. Somit war klar entschieden, dass das best-case-scenario für Kreditnehmer ist, keine Zinsen zahlen zu müssen und Banken demnach nicht in der Pflicht stehen, den Negativzins dem Kunden gutzuschreiben.

Einzige Ausnahme ist, wenn die Bank eine Zins-Obergrenze hat, darf auch eine Zins-Untergrenze verwendet werden (z. B. Bauspardarlehen mit Zins-Obergrenze von 6,000 % und damit auch ein Mindestsatz; sprich Zins-Untergrenze)

Allerdings! Kreditnehmer, die auf dieser Grundlage zu viele Zinsen gezahlt haben, haben einen Anspruch auf Rückerstattung!

Fremdwährungskredite

Bei FREMDWÄHRUNGSKREDITEN gestaltet sich die Sachlage ähnlich. Zahlungen sind dabei kaum zu erwarten, im besten Fall liegt der Sollzinssatz bei 0,00 %. Generell sollten sich Fremdwährungs-Kreditnehmer aber über eine UMSCHULDUNG Gedanken machen, um die Verluste ihrer Tilgungsträger bestmöglich abzufedern. Gerne beraten wir Sie! EINFACH TERMIN VEREINBAREN!

Negativzins bei Sparkonten?

Im selben Atemzug stellt sich jetzt natürlich die Frage, wie denn die Sache bei privaten Sparkonten ist. Immerhin betreffen die Negativzinsen ja nicht nur Kreditgeber, sondern auch sämtliche Formen der Anlage, wie ein Sparkonto. 2009 beschloss der OGH dazu, dass Banken für Sparanlagen keine Null- oder Negativzinsen verrechnen dürfen. Begründet wurde dieser Entscheid damit, dass der Zweck von privaten Sparkonten ja der sei, Vermögen anzusammeln und die Verrechnung von Null- oder Negativzinsen dem nicht entsprechen würde. Zu beachten ist, dass dieser Entscheid sich auf private Sparkonten bezieht. Das bedeutet, dass Unternehmen von dieser Regelung ausgeschlossen sind! (Übrigens: In Deutschland werden private Sparkonten sehr wohl mit Strafzinsen versehen. Genannt wird das ganze „Verwahrentgelt“…)

Negativzins bei Girokonten?

Wie gesagt, die Regelung gilt für private Sparkonten. Ein Girokonto ist damit nicht unbedingt gemeint. Noch gibt es dafür zwar kaum Anzeichen, doch Banken sind wiff und verpacken die Strafzinsen unter Umständen dadurch andere Gebühren, wie beispielsweise Kontoführungs- oder Überweisungsgebühren im Gegenzug anzuheben.

Negativzinsen: Wozu das alles?

Seit der Finanzkrise 2008 sinken die Zinsen sukzessive. Doch nicht zufällig und auch nicht unplanmässig. Die EZB hat sich durch diese Maßnahme zum Ziel gesetzt die Wirtschaft anzukurbeln, denn niedrige Zinsen sind billiges Kapital, welches Unternehmer für Investitionen motiviert und Private zum Konsum. Aber nicht nur der LEITZINS ist gesunken, sondern auch der EINLAGEZINS. Das bedeutet, dass Banken ebenso Strafzinsen zahlen müssen, wenn sie der EZB Geld überlassen. Somit sind auch die Banken für die Kreditvergabe mobilisiert um Konjunktur und Inflation gleichermaßen positiv zu beeinflussen. Ein weiterer, wirtschaftlich positiver Effekt ist der Kursverlust der Währung, wodurch Exporte zusätzlich gefördert werden und die Wirtschaftsleistung damit weiter ansteigt.


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