Nicht selten kommt bei der Suche nach dem perfekten Zuhause der Immobilienmakler ins Spiel. Mit ihm tritt auch die Frage auf, was er eigentlich kosten darf und wo die Obergrenze für die Vermittlung beim Erwerb einer Immobilie liegt. 


Grundsätzlich und ganz allgemein, bzw. auch in Abhängigkeit der regionalen Gepflogenheiten kann der Immobilienmakler sowohl eine Provision vom Verkäufer als auch vom Käufer verlangen. Zahlt der Verkäufer die gesamten Kosten der Provision, so spricht man von der „Innen-Provision“. Zahlt der Käufer diesen Kostenanteil, nennt man dies auch „Außen-Provision“.

Innen-Provision

Als Interessent für den Erwerb einer Immobilie bedeutet einen Innen-Provision somit, dass durch die Maklerprovision keine zusätzlichen Kosten für den Käufer anfallen und dieser bereits im Kaufpreis mit berücksichtigt ist. Damit sinkt bei einer Finanzierung auch der Anteil der Nebenkosten entsprechend. Kurzum: Die sogenannte Innen-Provision ist ein klarer Vorteil für den Käufer.

Außen-Provision

Im Gegensatz zur Innen-Provision gestaltet sich die Außenprovision als zusätzlicher Kostenanteil, der für die Berechnung der Finanzierung unter den Nebenkosten mit berücksichtigt werden muss. Diese Außen-Provision ist in der Regel vom Verkaufspreis der Immobilie abhängig und liegt bei etwa 3 % (zzgl. MwSt).

Provision vs. Courtage

Neben den Begrifflichkeiten der Außen-/bzw. Innen-Provision kann es vorkommen, dass von einer sogenannten „Courtage“ die Rede ist. Wichtig zu wissen ist dabei, dass Provision und Courtage nicht das selbe sind und es einen klaren Unterschied zwischen den beiden Begrifflichkeiten gibt:

Courtage = Vermittlungsgebühr die frei verhandelbar ist.
Provision
= Vermittlungsgebühr die gesetzlich oder vertraglich fix vereinbart wurde.

Provision steuerlich absetzbar?

Steuerlich absetzbar ist die Immobilienmakler-Provision nur, wenn die Immobilie aus beruflichen Gründen gemietet/gekauft wird. Wird also eine Wohnung oder ein Haus erworben, welches nicht als Geschäftslokal oder Büro verwendet wird, besteht kein Anspruch auf steuerliche Absetzbarkeit der Provisionskosten.


Tipp!

Verzichten Sie nicht auf den Versuch einer Verhandlung!
Bevor Sie den Vermittlungsauftrag unterschreiben, reden Sie noch einmal über die Höhe der Immobilienmakler-Provision.
Die Erfahrung zeigt, dass es fast immer einen gewissen Spielraum gibt!