Nur damit wir alle am selben Wissensstand sind: Kreditinstitute leben davon, dass vergebene Kredit zurückbezahlt werden. So funktioniert grob ihr Geschäftsmodell. Und weil niemand seine dafür angewandten Sicherheiten auflösen oder aber bei der Zwangsversteigerung der Liegenschaft tatenlos zusehen möchte, ist die Bonität DAS zentrale Thema bei der Kreditvergabe. Wir verraten worauf es ankommt!

Wenn wir landläufig über die Bonität sprechen, so meinen wir in den meisten Fällen die ganz allgemeine persönliche Finanzlage, die eine Kreditverbindlichkeit ermöglicht oder verunmöglicht. Tatsächlich gibt es aber zwei verschiedene Bonitätsarten: Die statische und die dynamische Bonität, die bei genauerer Betrachtung nicht ganz unwesentlich sind.

Über die „statische“ Bonitiät…

Bei der statischen Bonität handelt es sich um das Verhältnis zwischen der Kreditsumme, und den Sicherheiten, die dafür aufgebracht werden können. Die statische Bonität wird oftmals auch ‚Beleihungsauslauf‘ genannt. Für die Kreditinstitute ist es also nicht einerlei, welche Sicherheiten für den Kredit herangezogen werden können. Die statische Bonität ist demnach gewissermaßen vergangenheitsorientiert und weist eine tendenzielle und finanzielle Entwicklung des Antragsstellers aus, auf die die Bank bestimmte Rückschlüsse hinsichtlich der Liquidität schließen kann.

Über die „dynamische“ Bonität…

Die dynamische Bonität behandelt hingegen gegenwartsgemäße Kennzahlen und orientiert sich weniger an der Vergangenheit. Sie beschreibt etwa das Verhältnis des Nettoeinkommens zur Höhe der monatlichen Rate. Bei der dynamischen Bonität spielen allerdings zwei weitere Schlagworte eine gewichtige Rolle:

Die Zahlungsfähigkeit

Die Zahlungsfähigkeit beschreibt, ob sich der Kunde die monatliche Rate nach Abzug seiner Fixkosten überhaupt noch leisten kann. Seit 2016 und dem wirksam werden des HIKrG (Hypothekar- und Immobilienkredit Gesetz) wird zur Ermittlung eine sogenannte ‚fiktive‘ Rate  zur Berechnung herangezogen. Diese fiktive Rate ist mit einem bewusst höherem Zinssatz bemessen, um eine planmäßige Überschuldung von Kunden durch die Banken zu verhindern. Gleichzeitig bietet diese auch umgekehrt für den Kunden einen gewissen ‚Puffer‘ und ist somit im Interesse beider Vertragparteien.

Die Zahlungswilligkeit

Bei der Zahlungswilligkeit geht es um das bisherige Zahlungsverhalten und das Kontogebaren des Kundens. Das Kreditinstitut will auf diesem Weg abschätzen können, wie schnell und in welchem Umfang der Antragssteller seine Verbindlichkeiten bisher tilgen konnte. Weiters spielt es auch eine Rolle, wie viele Kleinkredite oder Ratenzahlungen der Kunde vereinbart hat, oder aber wofür Konsumkredite verwendet wurden und welches Tilgungsverhalten bei dieser Art von Verbindlichkeiten vorherrscht. Um die Zahlungswilligkeit bestmöglich zu ermitteln, kann die Bank auch Kontoauszüge vom Girokonto der letzten Monate verlangen anhand dieser geprüft wird, ob der Kunde mehr ausgibt als er einnimmt oder nicht.

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Unser Insider-Tipp

Ist der Beleihungsauslauf als auch die Zahlungsfähigkeit bei einer Bank in Ordnung, so steht der Kreditvergabe in der Regel nichts mehr im Wege. Sind allerdings trotz gutem Einkommen kaum Eigenmittel vorhanden, so wird die Bank aufgrund möglicher Rückschlüsse zur Zahlungswilligkeit nachfragen. Es empfiehlt sich, für diese Frage eine plausible Antwort parat zu haben!

Allgemein: Tipps zur Verbesserung der Kreditwürdigkeit

Wie die eigene Bonität in Erfahrung gebracht und verbessert werden kann, unsere Tipps zur Verbesserung der Kreditwürdigkeit finden Sie HIER.