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Kredit für Selbständige in Österreich

15. Februar 2021
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Die Selbständigkeit bringt Vor- und Nachteile. Einer der Nachteile ist der Kredit für Selbständige in Österreich. Anders als Angestellte haben Selbständige ein erhöhtes Ausfallrisiko, da sie keinen sicheren Einkommensnachweis erbringen können. Nichtsdestotrotz gibt es gezielte Maßnahmen die Chancen auf einen Kredit trotz Selbständigkeit zu erhöhen. Wir verraten, wie das gelingen kann!


Selbständige erhalten in Österreich in der Regel nur schwer einen Kredit und wenn, dann unter verschärften Bedingungen. Der Grund dafür liegt im Ausfallrisiko, denn eine selbständig erwerbstätige Person kann der Bank kein regelmäßiges Einkommen in bestimmter Höhe als Sicherheit anbieten. So gut die Voraussetzungen bei Beamten sind, so schlecht stellen sie sich für selbständige Unternehmer oder Freiberufler dar. Nichtsdestotrotz gibt es Wege und Möglichkeiten dennoch zu einem Kredit zu kommen.

Ausfallrisiko beim Kredit für Selbständige

Das Ausfallrisiko meint ganz allgemein die Gefahr von Verlust (zur Gänze oder in Teilen) durch die Zahlungsunfähigkeit des Schuldners. Im Zusammenhang von Kreditgeschäften meint es die vertraglich vereinbarten Zins- und Tilgungszahlungen. Um das Ausfallrisiko eines Antragstellers einschätzen zu können, führt das Risikomanagement der Bank genaue Berechnungen durch. Ziel ist dabei, dass zu erwartende Risikokosten, über die sogenannte „Risikoprämie“, in den Kreditpreis (also den Zinssatz) mit eingerechnet werden. Im Umkehrschluss bedeutet das: Je höher das Risiko, desto höher die Gesamtkreditkosten und der Anteil an Eigenkapital, der eingesetzt werden muss. Für diese Berechnung spielen die BONITÄT und die damit verbundenen Ratings (Stichwort: Kreditscoring) eine wichtige Rolle. In Abhängigkeit dieser Berechnung wird infolge die Höhe des erforderlichen Eigenkapitals ermittelt und natürlich auch die Höhe der Zinsen.

Die Schwierigkeit

Soweit zur Theorie. Das Problem der Praxis bei selbständig erwerbstätigen Personen ist nun, dass ihr Ausfallrisiko höher ist, als bei beispielsweise Angestellten oder gar Beamten. Selbständige können kein sicheres und planbares Einkommen (Einkommensnachweis) vorweisen und verfügen in der Regel über kaum für Banken relevante Sicherheiten (z. B. Liegenschaften). Das bedeutet, dass Selbständige von Haus aus schon eine geringere Bonität haben. Somit müssen Banken dem Unternehmer vertrauen, und das ist, wie wir wissen, nicht ihr Kerngeschäft. Vor allem junge Unternehmen stehen vor dem Problem, dieses Vertrauen (noch) nicht zu genießen. Meistens können sie noch wenig Erfahrung nachweisen und auch die Entwicklung der Bilanzen lässt für die Bank keine verlässliche Zukunftsprognose zu.

Worauf Banken achten

Trotz der Schwierigkeiten sollte man die Flinte nicht gleich ins Korn werfen, denn eine Pauschalabsage an (jung-/einzel-)Unternehmer gibt es nicht. Genauer gesagt: Selbständige Antragssteller können mit einer guten Vorbereitung Banken durchaus überzeugen, denn diese sind in der Regel an einer Kooperation nicht uninteressiert. Dafür muss man natürlich auch wissen, worauf die Banken bei der Vergabe bei Selbständigen achten und wie man sich vorbereitet.

Der natürliche Bürge

Ist ein natürlicher Bürge im Spiel, ändert sich die Sachlage aus dem Blickwinkel der Banken schon einmal grundlegend. Der sogenannte „natürliche Bürge“, also eine nach dem Rechtsverständnis „natürliche Person“, kann auch ein Unternehmen sein. Dieser garantiert für den Selbständigen jene Sicherheit, die er selbst nicht erbringen kann. (Alle Infos zum Thema Bürgschaft finden Sie übrigens HIER!)

Positive Bilanzen & Jahresabschlüsse

Entscheidend für die Bank ist auch die historische Unternehmensentwicklung. Positive Bilanzen und Jahresabschlüsse von mehreren, vergangenen Jahren belegen den Erfolg und damit die Liquidität und Zahlungsfähigkeit des Unternehmers. Ein junges Unternehmen kann damit natürlich nicht dienen.

Tipp:
Für alle Selbständigen sollte immer gelten: Wenig Steuern zu zahlen ist zwar schön, führt hingegen aber auch immer zu einer schlechteren Bonität. Wir empfehlen daher, lieber etwas mehr Steuern zu zahlen. Damit baut sich eine bessere Bonität auf, die die Bank auch nachvollziehen kann, wenn dann eine Finanzierung notwendig wird. Oder anders formuliert: Drauf schauen, dass man sie hat, wenn man sie braucht!

Maßnahmen für kreditwillige Selbständige

Fällt die Option eines Bürgen aus, können auch Förderstellen der richtige Ansprechpartner für den Kredit für Selbständige in Österreich sein. Aber auch das Wort „Business Angel“ sollte man sich merken, denn dabei handelt es sich um Unternehmen oder Unternehmer die in junge Unternehmen investieren wollen und ggf. ebenso als Kreditgeber herangezogen werden können. In jedem Fall ist für den kreditwilligen Selbständigen ein Plan mit Hand und Fuß notwendig. Konkret bedeutet das:

  • Aktualisieren Sie Ihren Businessplan und erweitern Sie diesen um Ihr Investitionsvorhaben.
  • Erläutern Sie detailliert, wofür Sie das Geld investieren wollen.
  • Beschreiben Sie Ihre Idee und warum Sie von dem Erfolg überzeugt sind.
  • Erklären Sie, wie sich die erforderliche Summe zusammensetzt.
  • Fügen Sie Ihrem Businessplan auch Markt-, Konkurrenz- und ggf. Umweltanalysen hinzu, um Ihre Idee zu untermauern.

DER WOHL WICHTIGSTE TIPP FÜR DEN KREDIT FÜR SELBSTÄNDIGE:

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