Ein Einkommensnachweis ist grundsätzlich dafür da, um sich ein Bild der finanziellen Lage machen zu können. Ob Kontoeröffnung oder Kreditansuchen – Banken wollen natürlich vor vertraglichen Vereinbarungen wissen, mit wem sie’s finanziell zu tun haben. Privatpersonen die einen Kredit ansuchen, werden um die letzten sechs Gehaltsabrechnungen gebeten, es kann aber auch vorkommen, dass der Jahreslohnzettel gefragt ist (insbesondere bei monatlich schwankenden Einkommen oder Phasen von wiederkehrender Arbeislosigkeit, zB Saisonarbeit). Als regelmäßiges Einkommen zählen aber auch Erträge durch Mieteinnahmen – im Falle eines Kreditansuchens allerdings nur zu 70 Prozent.

Was aber, wenn es keinen Einkommensnachweis aber einen Finanzierungswunsch gibt?

Banken sind bei der Kreditvergabe stets auf die Bedienbarkeit des Kredits bedacht. Das bedeutet, dass der potentielle Kreditnehmer in der finanziellen Lage sein muss, seine Kreditverbindlichkeiten regelmäßig decken zu können. Der Einkommensnachweis stellt für die Bank daher auch eine Sicherheit dar und kann dieser nicht erbracht werden, so sieht es für die Realisierung der Finanzierung ganz, ganz düster aus.

Sozialhilfe = Einkommen?

Wer hofft, das Sozialhilfen wie Mindestsicherung, Arbeitslosengeld und der gleichen als Einkommen gewertet werden, der muss an dieser Stelle enttäuscht werden. Banken weisen sogar explizit durch eigene Vertragsbestandteile darauf hin, dass jegliche Art von sozialen Transferleistungen keine Leistbarkeit ermöglichen und dadurch keine Kreditvergabe realisiert werden kann.

Eine Ausnahme ist – je nach Einzelfall – das AMS-Geld aufgrund einer Bildungskarenz. Doch selbst hier muss belegt werden können, dass eine Wiedereinstellung vorliegt, inklusive Lohnangabe.


Kurz: Kein Einkommen – kein Kredit.