Kein Geld Eigenkapital Eigenmittel Haus kaufen
← Kredit-Wissen

Hausfinanzierung ohne Eigenkapital – geht das wirklich?

4. Februar 2019
17 Bewertungen

Eigenmittel für die HAUSFINANZIERUNG sind heute längst keine Bedingung mehr. Dafür sollte man aber ausreichend Zeit in den KONDITIONENVERGLEICH investieren. Wir haben die Hardfacts einer HAUSFINANZIERUNG ohne Eigenkapital zusammen gefasst.


Es hat sich mittlerweile herumgesprochen, dass der Traum vom Haus auch ganz ohne Eigenmittel realisierbar ist. Und ja, das geht – doch diese Form der sogenannten „Vollfinanzierung“ hat natürlich auch ihren Preis.

Grundsätzlich sollte jeder, der sich für den Erwerb einer IMMOBILIE interessiert, etwas auf der Seite haben. Bisher und im Regelfall, lag diese Eigenkapitalquote zwischen zehn und 30 % der Gesamtprojektkosten. Während sich diese Regelungen gelockert und den Erwerb von Liegenschaften ohne Eigenkapital ermöglicht haben, kam im Gegenzug die Verschärfung des Hypothekar- und Immobilienkreditgesetzes (HIKrG). Damit geriet das Thema der LEISTBARKEIT der Kreditwerber verstärkt in den Fokus der Banken. Wenn wir also von einer HAUSFINANZIERUNG ohne Eigenkapital sprechen, sprechen wir auch von Wechselwirkungen, die für die Bewilligung ausschlaggebend sind. Kurzum: Ja, es geht, doch nur unter gewissen Bedingungen.  

Vor- und Nachteile der Hausfinanzierung ohne Eigenkapital

Die Finanzierung ohne Eigenmittel muss nicht unbedingt darin begründet sein, dass das notwendige Kleingeld fehlt. Es kann sich dabei auch um eine strategische Entscheidung handeln, beispielsweise dann, wenn das Anlagevermögen mehr abwirft, als der Kredit tatsächlich kostet. Doch diesen Sonderfall wollen wir an dieser Stelle nur der Form halber erwähnen.

Vorteile der Hausfinanzierung ohne Eigenkapital

Für die Hausfinanzierung ohne Eigenkapital spricht vor allem, dass das Projekt umgehend umgesetzt werden kann. Dies ist vor allem dann von Bedeutung, wenn alles plötzlich schnell gehen muss. Beispielsweise, weil die Wunschliegenschaft zwar gefunden ist, das notwendige Eigenkapital aber noch fehlt. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass man mit einer Vollfinanzierung von den noch niedrigen Zinsen profitieren kann. Mit der Finanzierung zu warten, weil man das notwendige Eigenkapital ansparen möchte, bedeutet also auch ein gewisses Risiko. Durch eine exakte und maßgeschneiderte BERECHNUNG können dir unsere FINANZIERUNGSEXPETEN auch bei diesen Fragen weiterhelfen.

Nachteile der Hausfinanzierung ohne Eigenkapital

Ein Nachteil der Hausfinanzierung ohne Eigenmittel sind in erster Linie die schwächeren KONDITIONEN. Kreditnehmer dieser Finanzierungsform müssen mit höheren Zinsen und damit mit höheren Raten genauso rechnen, wie mit einer längeren Tilgungszeit. Eine Vollfinanzierung kostet dem Kreditnehmer durchschnittlich 0,25 – 1,00 % mehr Zinsen, als wenn 20 % Eigenmittel aufgebracht werden können. Auf den ersten Blick klingt das nach einem marginalen Unterschied, doch bei einem Kreditbetrag in Höhe von € 200.000 auf zehn Jahre reden wir etwa von stolzen € 10.000,- Unterschied.

Ein weiteres Problem ist, dass der Kreditnehmer Bank-Sicherheiten, als auch eine entsprechend solide Finanzsituation vorweisen, und die HAUSHALTSRECHNUNG – trotzt Verschärfung der HIKrG-Richtlinien – den gesetzlichen Anforderungen entsprechen muss.

Selbstredend, dass diese Finanzierung für den Selbständigen eine entsprechend große Herausforderung darstellt, da Banken die Finanzsituation ausschließlich nach den Einnahmen nach Steuern bewerten.

Empfehlenswert

Eine Vollfinanzierung bzw. eine Finanzierung ohne Investition von Eigenmittel lässt sich demnach nur für jene wirklich empfehlen die:

  • über ein hohes und sicheres Einkommen verfügen
  • für die eine Tilgung von mehr als 3 % jährlich keine Belastung darstellt
  • über ein Anlagevermögen verfügen, das mehr einbringt als der Kredit kostet

Realisierung einer Hausfinanzierung ohne Eigenkapital

Stellt sich im Beratungs- und Entscheidungsprozess heraus, dass eine Vollfinanzierung für den Kunden eine gute Variante ist, so wird im Regelfall eine Splittung vorgenommen. Die fehlenden Eigenmittel werden dabei zu den bestmöglichen Konditionen in Form eines Konsumkredits aufgenommen. Die Finanzierung – also jener Betrag, der nach Abzug der KAUFNEBENKOSTEN bzw. der Finanzierungskosten (abhängig von der jeweiligen Bank) – wird als Hypothekarkredit bei der Bank bzw. Bausparkasse umgesetzt.

Wie die KAUF- oder FINANZIERUNGSNEBENKOSTEN von der jeweiligen Bank gewertet werden, kann variieren. Wichtig ist vor allem zu wissen, dass es sie gibt, dass sie auf das Gesamtkreditvolumen bemessen werden und was genau damit gemeint ist:

Kaufnebenkosten: Grunderwerbsteuer in Höhe von 3,5 %, GRUNDBUCHEINTRAGUNG in Höhe von 1,1 %, IMMOBILIENMAKLER-PROVISION in Höhe von 3,6% sowie Notargebühren von 2,4 %.
Finanzierungsnebenkosten: Pfandrechtsbestellung in Höhe 1,2 %, Bearbeitungsgebühr in Höhe von 3 %, sonstige Spesen und Gebühren.

Fazit

Da gerade bei HAUSFINANZIERUNGEN ohne Eigenmittel die Zinsen und Raten höher und die Tilgungsfristen länger sind, ist ein exakter VERGLEICH der Kreditangebote vom PROFI absolut unerlässlich. Melde dich dafür einfach an einem unserer STANDORTE. Wir unterstützen dich gerne persönlich bei deiner Entscheidungsfindung und kümmern uns auch um die Umsetzung!

Wie viel bleibt am Monatsende wirklich übrig?

Berechne jetzt dein frei verfügbares Kapital pro Monat!

Monatlich frei verfügbar:

Deine EINNAHMEN pro Monat:

Deine AUSGABEN pro Monat:

Einnahmen
Ausgaben ({{ausgabenProz}} %)
Verfügbar ({{budgetProz}} %)

Unser Haushaltsrechner dient ausschließlich als Orientierungshilfe und dazu, dass Sie sich ein Bild über Ihr monatliches Budget machen können. Es handelt sich dabei lediglich um einen Referenzwert und um kein verbindliches Angebot gemäß §12 Hypothekar- und Immobilienkreditgesetz (HIKrG). Bei der Berechnung wurden keine Spesen berücksichtigt und jede Haftung für eine mögliche Fehlfunktionen wird ausgeschlossen. Wir weisen darauf hin, dass die angezeigten Kreditkonditionen bonitätsunabhängig und änderbar sind. Die endgültigen Konditionen und die resultierende Ratenhöhe können erst nach erfolgter Kreditwürdigkeits- und Bonitätsprüfung durch das kreditgewährende Geldinstitut festgelegt werden. Hinweis: Ein Kredit kann durch ein Kreditinstitut nicht gewährt werden, wenn der Kreditgeber nicht imstande ist eine Kreditwürdigkeitsprüfung vorzunehmen, weil sich der Verbraucher weigert, die für die Prüfung seiner Kreditwürdigkeit erforderlichen Informationen oder Nachweis zu legen.


load