Fehler beim Immobilienkauf
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Das wirst du noch bereuen! – Fehler beim Immobilienkauf

5. August 2022
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Beim Immobilienkauf kann man richtig viele Fehler machen. Nichtsdestotrotz gibt es bestimmte „Kardinals-Fehler“ die immer und immer wieder vorkommen. Weil wir nicht müde werden, dich vor Schaden beim Erwerb von Eigentum zu bewahren, haben wir diese prominenten Fehler beim Immobilienkauf zusammen gefasst und hoffen, dass du diese gut gemeinten Anregungen dauerhaft Hinterkopf behältst!


Die häufigsten Fehler beim Immobilienkauf

 

1x alles, bitte!

Das Eigenheim ist nicht weniger Status als der Sportwagen. Demgemäß entstehen entsprechend hohe Ansprüche und selbstverständlich muss die Liegenschaft repräsentativ sein. Dabei ist das eigentliche Ideal das Reale, das mit den eigenen Gewohnheiten vereinbar ist. Die schönste Fassade, der größte Garten, der hippste Pool, helfen wohl nichts, wenn die öffentlichen Verkehrsmittel nur mit dem Auto erreichbar sind und dein Nachwuchs noch keine Lenkerberechtigung hat. Die Fehler beim Immobilienkauf fangen also bereits bei der Vorstellung und Abschätzung der eigenen Gewohnheiten an. Verbesserung der Wohnsituation durch das Eigenheim bedeutet also nicht, ausschließlich schöner Wohnen, sondern eigentlich bequemer Wohnen! Also größer, ländlicher, zentraler, etc. Daher sollte auf der Prioritätenliste ganz oben stehen, was das neue Eigentum aus praktisch-rationalen Gründen unbedingt braucht und nicht, was man anderen gerne zeigen möchte, weil sie eben dieses nicht haben.

Übernommen

Eine eigene Immobilie ist natürlich die Gelegenheit, all seine Wohnwünsche endlich umsetzen zu können. Da kann es schon leicht passieren, dass man über das eigene Ziel bzw. die eigenen Möglichkeiten hinaus schießt und kauft, was man sich eigentlich nicht leisten kann. Ein Wohnkredit der nicht zur Last wird funktioniert also nur, wenn du ganz genau berechnest, was deine finanziellen Möglichkeiten sind. Wenn die Erfüllung deines Wohntraumes also darauf hinausläuft, dass du in den kommenden zehn Jahren keinen Urlaub mehr machen kannst, oder aber dass Weihnachten und Geburtstage rarer ausfallen müssen, dann wird deine Freude am Eigentum nicht lange halten. Nimm dir also bitte die Zeit und berechne (gerne MIT UNS) ganz genau, wie hoch deine monatliche Kreditrate maximal sein darf, ohne dass deine Lebensqualität eingeschränkt wird.

Falsch gespart

Wenn du nicht dem bereits genannten Typus entsprichst und eher zu den Schnäppchenjägern zählst, solltest du aufpassen, woran du sparst. Dabei ist es egal, ob es um eine Bestands-Immobilie oder einen Neubau geht. Tatsache ist, dass der Zustand und die Qualität deiner Immobilie maßgeblich für die Wertentwicklung entscheidend sind. Wenn du also ein Haus baust, setzt du besser auf solide und qualitativ hochwertige und vor allem langlebige Materialien anstatt auf Designer-Möbel. Wenn du ein Haus kaufst, bist du gut beraten, Renovierungs- und Sanierungsarbeiten realistisch einschätzen zu lassen. Hierbei kann dir ein Gutachter helfen. Nicht selten wird aus einem Schnäppchenhaus ein finanzielles Loch ohne Boden, auch wenn du das nicht so richtig wahr haben willst. Informiere dich also ausführlich und spare nicht an fachmännischen Meinungen!

Das wird schon so passen!

Nein, wird es nicht. Alles, was du nicht auf Papier, also im Vertrag festhältst kann vergessen oder ignoriert werden. Beim Neubau bedeutet das, dass etwaige Sonderwünsche unter Umständen unter den Tisch fallen, die ohne Dokumentation im Vertrag nicht reklamiert werden können. Bei Bestandsimmobilien kannst du schnell das Pech haben, dass der Verkäufer etwaige besprochene Änderungen, beispielsweise die Demontage der Holzvertäfelung im Vorraum, nicht umgesetzt hat. Alles, was nicht in der Inventarliste oder dem Kaufvertrag schriftlich vermerkt wurde, kannst du nachträglich ebenso nicht mehr reklamieren. Daher: Alles, alles dokumentieren!

Klare Eigentumsverhältnisse

Der nächste latente Fehler beim Immobilienkauf betrifft die Eigentumsverhältnisse. Klar, wenn du dir mit deinem Partner heute eine Immobilie kaufst, ist das nicht der Zeitpunkt um an eine Trennung zu denken. Nichtsdestotrotz solltet ihr genau das tun! Springender Punkt ist dabei die Grundbuchseintragung. Wer darin vermerkt ist, ist auch Eigentümer! Mehr Infos zur Sache mit dem Grundbuch findest du HIER.

Was soll da schon drinnen stehen?

Apropos Grundbuch! Viele gehen davon aus, dass ein Blick ins Grundbuch nicht notwendig ist und verlassen sich auf den Verkäufer, dass das schon alles so passt. Aber hast du schon einmal von einem SERVITUT gehört? Dann wird es höchste Zeit! Servituten sind nämlich explizite Rechte, die jemand anderer auf deiner Immobilie haben kann und diese sind wiederum im Grundbuch vermerkt. Vertrauen ist gut, doch im Falle eines Immobilienkaufs nicht angebracht. 


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