Anschluss Verbindung Zusammen Weiterführung
1 Bewertungen

„Anschluss-Finanzierung“ hat wohl jeder schon mal gehört, der sich mit dem Thema der Finanzierung auseinander gesetzt hat. Doch was genau ist das, welche Unterschiede gibt es und was das alles mit einer UMSCHULDUNG zu tun hat: Wir gehen dem Thema in diesem Beitrag auf den Grund!


Anschluss-Finanzierung: Prolongation vs. Umschuldung

Der Begriff der Anschluss-Finanzierung ist etwas tückisch, denn es gibt so wohl die echte, als auch die unechte Anschluss-Finanzierung. Unterschieden werden die beiden wie folgt:

Die echte Anschluss-Finanzierung (= Prolongation)

Der Begriff ‚Prolongation‘ kommt eigentlich nur im Bereich der Gewerbefinanzierungen vor. Damit ist „die Verlängerung einer bereits laufenden Kreditlinie bei einer Bank“ gemeint. Im privaten Finanzierungsgeschäft, also beispielsweise bei WOHNBAUFINANZIERUNGEN, gibt das im eigentlichen Sinne nicht. Jedoch wäre die Abdeckung eines Bau- und Wohnkontos durch eine langfristige IMMOBILIENFINANZIERUNG eine Anschlussfinanzierung.

Da es sich bei dem Bau- und Wohnkonto und dem WOHNKREDIT um unterschiedliche Bankprodukte handelt, wird in diesem Falle die Zinskondition und auch die Laufzeit des Wohnkredites neu festgelegt. Die österreichische Gesetzeslage sieht für Privatpersonen (sogenannte Verbraucher) im Kreditvertrag die „Zinsgleitklausel“ vor. Vereinfacht gesagt bedeutet das, dass der Kreditnehmer jederzeit nachlesen und auch überprüfen kann, nach welchen Kriterien sich der Zinssatz errechnet und ob eine Veränderung gerechtfertigt ist. Somit kann die Bank nicht nach eigenem ermessen den Zinssatz verändern, nur weil sie es so will.

Vorsicht bei Kreditverträgen mit sogenannter ‚Margenbefristung‘. Dabei wird dem Kunden ein Zinssatz mit einem (zumeist) sehr guten Aufschlag angeboten, der beispielsweise auf fünf Jahre befristet wird. Danach steht in der Zinsgleitklausel: „Der Aufschlag wird neu zu verhandeln sein. Tritt keine Einigung ein, gilt ein Aufschlag von XY %“ – dieser Aufschlag ist leider meistens sehr teuer und die Restlaufzeit auch noch sehr lange.

Die unechte Anschluss-Finanzierung (= Umschuldung)

Dabei wird der bestehende Kreditvertrag gekündigt und der noch offene Restbetrag wird durch einen neuen Kredit finanziert. Es handelt sich dabei also um eine UMSCHULDUNG. Vor 20 Jahren, als die Zinsen für Immobilienfinanzierungen noch jenseits der 5,50% bis 6,00% lagen, gab es gekoppelte Produkte, die eine planmäßige Umschuldung beinhalteten. Somit waren diese „Modell Finanzierungen“ die ersten unechten Anschluss-Finanzierungen in Österreich. Diese Produkte sind mit den sinkenden Zinsen vom Markt regelrecht verschwunden.

Was bleibt ist die tatsächliche Umschuldung. Das bedeutet nichts anderes, als dass der Kreditnehmer einen laufenden Kredit mit schlechter Kondition (Aufschlag in der Zinsgleitklausel) hat und diesen Altvertrag durch eine Umschuldung zu einer anderen Bank verbessern möchte. Gerne ermitteln wir aktuelle Angebote, berechnen die Differenz-Ersparnis und kümmern uns auch um die gesamte Umsetzung einer Umschuldung. Einfach anfragen! Wie immer kostenlos & unverbindlich!

Fazit

Die echte Anschluss-Finanzierung ist mit stets höheren Kosten verbunden, als eine Umschuldung. Die HAUSBANK kann eben nur Produkte aus dem bestehenden Portfolio anbieten. Und nicht mehr. Aus diesem Grund lohnt es sich immer, aktuelle Angebote zu vergleichen und ganz genau nachzurechnen.

Wer sich diese Mühe und jede Menge Geld sparen möchte, sollte einfach mal mit uns KONTAKT aufnehmen!


load